Vortrag: Glasmalerei im Wandel der Zeiten – Regionale Spuren vom 13. Jahrhundert bis in die Wiederaufbauzeit
Vortrag
Kostbar sind farbige Glasfenster, aber auch viel zerbrechlicher als steinerne Bauten oder Goldschmiedearbeiten. In der Gotik wurden die Wände für große Fenster durchbrochen. Von damals sind nur ganz wenige farbige Scheiben auf uns gekommen, so dass man sich die Pracht kaum vorstellen kann. Bis in die Gegenwart haben sich Kunsthandwerker mit der Aufgabe befasst, transparente Mosaike und durchleuchtete Glasgemälde anzufertigen.
Werkstätten wie die von Heinrich Oidtmann, aber auch die Maler wie Jan Thorn-Prikker, Anton Wendling, Maria Katzgrau und Ludwig Schaffrath haben ein faszinierendes Werk hinterlassen, dass die Entwicklungslinien vom Historismus über den Expressionismus bis hin zur Wiederaufbauphase und der Abstraktion der 1960er Jahre nachverfolgen lässt.
Dies ist eine Veranstaltung der vhs Nordkreis Aachen
Kurs-Nr. 262-11108
kostenfrei
Ludwig-Schaffrath-Haus, Theodor-Seipp-Straße 118, 52477 Alsdorf
Vortrag: Der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. und die Aachener Region
Vortrag
Als am 27. Januar 1859 in Berlin die Kanonenschüsse erklangen, ahnte noch niemand, der der Sohn von Kronprinz Friedrich Wilhelm und der engl. Prinzessin Viktoria schon mit 29 Jahren auf den Kaiserthron kam. Auch nicht, dass er nach 30 Jahren gezwungen war, ins Exil in die Niederlande zu gehen.
Seine Lebensgeschichte ist minutiös aufgeschrieben worden. Seine und die Biografien seiner Frau und seiner Kinder würde für ein komplettes Seminar reichen. Deshalb legt dieser Vortrag seinen Fokus auf seine Besuche in der Stadt Karls des Großen und seine Aufenthalte in Monschau und bei Manöver in der Eifel.
Dies ist eine Veranstaltung der vhs Nordkreis Aachen
Kurs-Nr. 262-11402
Würselen, Altes Rathaus, Kaiserstr. 36, Saal; 52146 Würselen
Dienstag, 28. Oktober 2025 19:00-20:30 Uhr
Treffpunkt: Altes Rathaus Würselen
kostenfrei
Rundgang: Preußen im Rheinland
Rundgang
Mit dem Ende der napoleonischen Ära verändert Aachen sein Stadtbild ganz enorm. Aus einer noch vom Mittelalter geprägten Stadt mit rund 32.000 Einwohnern wird 1887 mit dem 100.000 Bürger eine Großstadt.
Auch wenn die aus Berlin in die Provinz versetzten protestantischen Verwaltungsbeamten zuerst nicht gerne gesehen waren, so arrangierte man sich und konnte bedeutende Modernisierungen im Stadtbild umsetzen.
Ein Rundgang durch die Innenstadt, vom Hauptbahnhof über die Theaterstraße hin zum Kaiserplatz zeigt, wie viel seit dem Abmarsch der Franzosen gebaut und wieviel davon trotz der Kriegszerstörungen bis in die Gegenwart das Gesicht Aachens prägt.
Dies ist eine Veranstaltung der vhs Nordkreis Aachen
Kurs-Nr. 262-11200
Treffpunkt: Bahnhofsplatz, vor dem Eingang zum Hauptbahnhof
Spuren Aachener Geschichte – Der Heißbergfriedhof in Burtscheid
Rundgang:
Nachdem der Kirchhof bei der Kirche St. Michael vollkommen belegt war, beschloss der Gemeinderat des damals noch selbständigen Burtscheid, einen neuen Friedhof an dem vom Ortskern nach Lichtenbusch führenden Weg anzulegen. Von Anfang an nutzten ihn Katholiken und Protestanten für die Beisetzung ihrer Toten. Die teilweise über 100 Jahre alten Grabdenkmäler zeigen Burtscheids Zeiten als blühender Textilstadt. Familiennamen erinnern an Bürgermeister, Ehrenbranddirektoren und natürlich auch an die Tuch- und Nadelfabrikanten.
Ihre Geschichte wird ergänzt mit Hinweisen zu ihren Wohnhäusern und Fabriken. Erklärungen zur stilistischen Gestaltung der Gräber sowie Erläuterungen der Details runden den Rundgang ab.
Dies ist eine Veranstaltung für die Gesellschaft Burtscheid e.V. in Kooperation mit den Burtscheider Heimatfreunden e.V.
Treffpunkt: Aachen, am Haupteingang des Heißbergfriedhofes
Aachener StadtvierteI: St. Sebastian und die Hörn
In den 1920er-Jahren wandelte sich das Aussehen der Hörn. Erste Wohnhäuser mit großen Gärten entstanden an schmalen Straßen. Die nächste katholische Kirche war nur durch einen längeren Spaziergang zu erreichen. Deshalb wurde versucht, eine eigene Kirche zu bauen. Die dem Heiligen Sebastian geweihte Kirche ist ein markantes Beispiel für die Kirchenbauten der 1950er Jahre. Durch den Einsatz von Beton konnten leicht wirkende, geschwungene Dächer und Räume ohne störende Stützen entwickelt werden. Der Entwurf des Krefelder Kirchenbaumeisters Alfons Leitl wurde schnell akzeptiert. Nicht nur die direkten Anwohner*innen haben „St. Ondula“ als Mittelpunkt der Hörn akzeptiert. Zusammen mit den nach und nach entstandenen Bauten der Technischen Hochschule bietet die Hörn manchen neuen Aspekt.
Treffpunkt, Ahornstraße, vor dem Haupteingang der Kirche
Heißbergfriedhof in Burtscheid II
In Aachen gibt es eine ganze Reihe von historischen Friedhöfen: Ein besonders interessanter ist der von Burtscheid. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war der alte Friedhof bei der Kirche St. Michael vollkommen belegt, so dass sich die Gemeinde dazu verpflichtet fühlte, einen neuen Begräbnisplatz außerhalb des Wohngebietes, an dem Weg nach Lichtenbusch anlegen zu lassen.
Bei dem Spaziergang über das Gelände werden Grabdenkmäler vorgestellt, die an Personen erinnern, die im öffentlichen Leben der bis 1897 selbständigen Gemeinde Burtscheid eine Rolle gespielt haben. Zu nennen sind hier unter anderem der Baumeister Carl Sieben, Pastor Deutelmoser, der Landrat Georg Hasenclever oder der Musiker Ferdinand Breunung.
Neben den biografischen Inhalten steht die Entwicklung der Trauerkultur seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt der Betrachtungen.
Treffpunkt: Am Haupteingang des Heißbergfriedhofs
VHS Veranstaltung 181-01282
