Author: Holger A. Dux geschrieben am: 22. Februar 2024

Aachener StadtvierteI: Tausendundeinjahr – die Aachener Adalbertskirche

Der dunkelrote Sandstein aus dem Kylltal in der Eifel bestimmt das Erscheinungsbild – doch von der kleinen Pfeilerbasilika der Romanischen Epoche blieb kaum etwas.
Im 19. Jahrhundert entsprach die Restaurierung der Adalbertskirche mehr einem Neubau: die Bomben des letzten Kriegs taten ihr übriges. Das, was blieb, ist spannend zu betrachten, denn bis heute haben Künstler ihre Werke dem Kirchenbau untergeordnet und einen Raum geschaffen, der Mittelpunkt der Kirchengemeinde ist.

Treffpunkt: Kaiserplatz, vor dem Hauptzugang, Kirche St. Adalbert

Veranstaltung der vhs Aachen. Kurs 241-10358. Bitte Anmeldung unter www.vhs-aachen.de

Author: Holger A. Dux geschrieben am: 7. Februar 2024

Aachener Stadtviertel: Wo ein Ehrenbürger Komponisten trifft

Die gesamte Länge der Reumontstraße ist sicherlich nur wenigen bekannt. Dort stand einst der Marschiertorbahnhof, ganz in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs. Vorbei am ehemaligen Priesterseminar und dem ehemaligen Finanzamt Aachen-Stadt erreicht man die Südstraße.
Hinter hohen Wänden aus Ziegelstein lag einst die Aachener Kunstgewerbeschule. Die ehemalige Volksschule an der Reumontstraße war der Stolz der Stadt: galt sie lange Zeit als modernstes Schulhaus seiner Epoche. Tuchfabriken gibt es dort, am Rande des Boxgrabens schon lange nicht mehr. Nur das Luisenhospital hat die Jahrzehnte überdauert.

Treffpunkt: Am Boxgraben vor dem Marschiertor

7,50€/6,00€

Veranstaltung der vhs Aachen, Veranstaltungsnummer: 241-10357. Anmeldung unter www.vhs-aachen.de

 

Author: Holger A. Dux geschrieben am: 16. Januar 2024

Aachener StadtvierteI: St. Fronleichnam

Strahlend weiß zeichnen sich die strengen Linien der kubischen Bauformen vor dem Himmel in Aachens Osten ab. Das zu Beginn der 1930er Jahre eingeweihte Gotteshaus, von den Aachenern liebevoll „St. Makai“ genannt, ist eines der wichtigsten Kirchenbauwerke der Zwischenkriegszeit. Prof. Rudolf Schwarz berücksichtigte mit der „Wegekirche“, dass sich die Gesellschaft seit dem Ersten Weltkrieg gewandelt hatten.
St. Fronleichnam steht für vieles: ein auf den ersten Blick spröder, aber doch faszinierender Raum. Er ist Hülle für die Entwürfe von Künstlern wie Schwerdt, Wendling oder Schaffrath.

Treffpunkt: Düppelstraße, vor dem Haupteingang der Kirche

Veranstaltung der vhs Aachen. Kurs 241-10354. Bitte Anmeldung unter www.vhs-aachen.de

Author: Holger A. Dux geschrieben am: 10. Januar 2024

Aachener Stadtviertel: das Rosviertel

Das Herz von Aachen schlägt im Rosviertel. Bis es sich in den 1970er-Jahren zu einem gepflegten Wohnquartier gemausert hat, lebten dort die ärmeren Aachen*innen. Sie webten in den Tuchfabriken bei Nellessen oder bei Delius und feilten an den Eisbär-Nadeln. Nicht zu vergessen: die Nöpperinnen und Stöpferinnen, die in ihren kleinen Wohnungen am Fenster saßen, um mit flinken Fingern die Webfehler in den Tuchen zu entfernen.
Rund um das Roskapellchen feierten sie ihre Kirmes und manches Kind freute sich über die süßen Gaben des Streuengelchens. Vom mittelalterlichen Lavenstein geht es bei diesem Rundgang vorbei an der ehemaligen Webschule. Vom sorgfältig instand gesetzten spätbarocken Wohngebäude bis zu dem von Keramikkatzen bewachten Wohnhof der 1920er Jahre könnte die Bandbreite der Baugeschichte auf engem Raum nicht größer sein.

Treffpunkt: Boxgraben, Am Lavenstein, gegenüber Luisenhospital

7,50€/6,00€

Veranstaltung der vhs Aachen, Veranstaltungsnummer: 241-10352. Anmeldung unter www.vhs-aachen.de

 

Author: Holger A. Dux geschrieben am: 13. Dezember 2023

1983: Kunstpreis, Kaufhof, Kaiserplatz. Stadtgeschichtliche Plaudereien – die Jahre mit 3

Gut Ding will Weile haben. Beim Blick zurück wundert man sich, dass schon vor 40 Jahren über die Gestaltung des Kaiserplatzes diskutiert wurde. Endlich gelang es auch, ein neues Haus für die Volkshochschule einzurichten. Der Zollgrenzbezirk wurde abgeschafft. Die Lokalpresse hat das als Zeichen gewertet, dass Aachen schon immer ein Herz für Europa gehabt hatte. Die Stadt blühte auf, nicht nur mit der duftenden Rose „Aachener Dom“. Das Deliusquartier und der Hermann-Heusch-Platz wurden zu beliebten Wohnadressen. Die Gäste genossen die längste Erdbeertorte der Welt – sie schaffte es mit ihren 106 Metern ins Buch der Rekorde.

Veranstaltung der vhs Aachen: 232-01309, bitte Anmelden unter www.vhs-aachen.de

Raum: 241 (Forum)

Author: Holger A. Dux geschrieben am: 19. November 2023

Aachener StadtvierteI: St. Sebastian und die Hörn

In den 1920er-Jahren wandelte sich das Aussehen der Hörn. Erste Wohnhäuser mit großen Gärten entstanden an schmalen Straßen. Die nächste katholische Kirche war nur durch einen längeren Spaziergang zu erreichen. Deshalb wurde versucht, eine eigene Kirche zu bauen. Die dem Heiligen Sebastian geweihte Kirche ist ein markantes Beispiel für die Kirchenbauten der 1950er Jahre. Durch den Einsatz von Beton konnten leicht wirkende, geschwungene Dächer und Räume ohne störende Stützen entwickelt werden. Der Entwurf des Krefelder Kirchenbaumeisters Alfons Leitl wurde schnell akzeptiert. Nicht nur die direkten Anwohner*innen haben „St. Ondula“ als Mittelpunkt der Hörn akzeptiert. Zusammen mit den nach und nach entstandenen Bauten der Technischen Hochschule bietet die Hörn manchen neuen Aspekt.

Treffpunkt, Ahornstraße, vor dem Haupteingang der Kirche

Author: Holger A. Dux geschrieben am: 15. November 2023

1973: Haschen, Hoddelemarkt, Hochhaus. Stadtgeschichtliche Plaudereien – die Jahre mit 3

Endlich gelang nach vielen Anläufen die Premiere einer Briefmarke mit einem Aachener Motiv. Doch es dauerte noch Jahrzehnte, bis diese auf einem der neu eingerichteten Flohmärkte gehandelt wurde. Lange wurde der Neubau des Bushofes geplant, der 1973 endlich fertig wurde als Schaltstelle für den Nahverkehr. Kaum eingeweiht, gab es schon Einschnitte. An Wochenenden im November ruhte der Verkehr – wegen der Ölkrise. Auf Rollschuhen ging es über die Peterstraße in Richtung Europaplatz, wo man einen neugierigen Blick in die Baugrube des Iduna-Hochhauses werfen konnte.

Veranstaltung der vhs Aachen: 232-01307, bitte Anmelden unter www.vhs-aachen.de

Raum: 241 (Forum)

Author: Holger A. Dux geschrieben am: 3. Juni 2023

Neuss zwischen Quirinus-Münster und Hafenstadt

Studienfahrt
Bei Neuss denkt man im Rheinland sicher zuerst einmal an das weltbekannte Schützenfest. Aber die Stadt hat noch viel mehr zu bieten. Die Stadt ist der größte Aluminiumstandort Europas und ein wichtiger Warenumschlagsplatz am Binnenhafen.
Eine der mächtigsten mittelalterlichen Stadttore, das Obertor, dient heute musealen Zwecken. Aber das Wahrzeichen der Stadt ist und bleibt das Quirinus-Münster. Die spätromanische Emporenbasilika wurde schon früh als besonders wichtiges Bauvorbild eingeschätzt. Mit seiner barocken Kuppel hat sie einen ganz eigenen Reiz.
Der Rundgang durch die Innenstadt bietet abwechslungsreiche Möglichkeiten, um Neues kennenzulernen. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit, zum Besuch des für seine Kunst-, Kultur- und Stadtgeschichte bekannten Clemens-Sels-Museums.

Anmeldung bitte bis zum 26.05.2023

Treffpunkt: 8:00 Uhr vor dem Haupteingang des Hauptbahnhofs Aachen

VHS Veranstaltung 231-10340

Rückkehr: gegen 18:30 Uhr

Kosten: 45,00 €/k.E., einschließlich Zugfahrt und Begleitung (Haben Sie ein Deutschland Ticket, reduzierten sich die Kosten, bitte mitteilen)

Author: Holger A. Dux geschrieben am: 30. Mai 2023

Aachener Ostfriedhof – Älteste Gräber

Älteste Gräber  – Was man unbedingt gesehen haben sollte

Neben der allgemeinen Entstehungsgeschichte werden ausgewählte Gräber vorgestellt. Die zahlreichen individuell gestalteten Grabdenkmäler geben ein detailliertes Bild zur Sozialgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Doch geht es nicht nur um die Geschichte der Familien und die Gestaltung der Grabsteine. Sondern auch um die langjährige Arbeit des Förderkreises. Er setzt sich auch weiterhin für den Erhalt und die Instandsetzung von Grabdenkmälern ein, denen der Zahn der Zeit oder die Witterung erheblich zugesetzt haben.

Um eine Spende für die Instandsetzungsarbeiten in Höhe von 5 Eur wird gebeten.

Author: Holger A. Dux geschrieben am: 19. August 2021

Aachener Ostfriedhof – Vossen, Monheim, Schneiders

Vossen, Monheim, Schneiders – wo der Friedhof noch lange nicht zu Ende ist

Diesmal werden Grabdenkmäler aus dem späten 19. Jahrhundert vorgestellt. Manche der Namen wie von Reumont, Förster und Rehm begegnen dem Aufmerksamen in den Aachener Stadtvierteln. Der Ostfriedhof ist so etwas wie ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch der Stadt Aachen. Doch geht es nicht nur um die Geschichte. Vorgestellt wird auch die Arbeit des Fördervereins Ostfriedhof Aachen e.V. Im 16. Jahr seines Bestehens ist es bisher gelungen, manches vom Alter und vom Sturm beschädigte Grabmal wieder in einen ansehnlichen Zustand zu bringen.

Um eine Spende für die Instandsetzungsarbeiten in Höhe von 5 Eur wird gebeten.